Glossar · 35 Begriffe

Fachbegriffe verständlich erklärt

Energie und Nachhaltigkeit haben ihre eigene Sprache. Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe – kurz erklärt und mit Verweis auf vertiefende Artikel.

A

AC-Laden

Laden mit Wechselstrom. Das Ladegerät im Fahrzeug wandelt den Strom um; übliche Leistungen sind 11 oder 22 kW. Ideal bei langen Standzeiten.

Mehr: Ladeleistung richtig planen →
Amortisation

Zeitraum, nach dem sich eine Investition durch Einsparungen oder Mehrerlöse bezahlt gemacht hat.

B

Basisjahr

Referenzjahr einer CO₂-Bilanz, auf das sich Reduktionsziele beziehen.

Mehr: Klimastrategie für Unternehmen →
Batteriespeicher (BESS)

Battery Energy Storage System: stationärer Speicher, der Strom aufnimmt und abgibt – für Lastspitzenkappung, Solarstrom und Netzentlastung.

Mehr: Batteriespeicher für Gewerbe →
Bordlader

Ladegerät im Elektrofahrzeug für AC-Laden. Seine Leistung begrenzt, wie schnell an einer Wallbox geladen werden kann.

C

CO₂-Äquivalent

Einheit, die verschiedene Treibhausgase nach ihrer Klimawirkung vergleichbar macht. Methan oder Kältemittel werden in CO₂ umgerechnet.

CO₂-Bilanz

Erfassung aller Treibhausgasemissionen eines Unternehmens in einem Jahr, gegliedert nach Scope 1, 2 und 3.

Mehr: CO₂-Bilanz erklärt →
CSRD

EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Nach der Vereinfachung im Wesentlichen nur noch für sehr große Unternehmen verpflichtend.

Mehr: CSRD und Lieferkette →

D

DC-Laden

Schnellladen mit Gleichstrom. Der Umrichter sitzt in der Ladesäule; Leistungen von 50 bis über 300 kW. Sinnvoll bei kurzen Standzeiten.

Mehr: Ladeleistung richtig planen →
Digitaler Zwilling

Digitales Abbild einer Anlage oder eines Standorts, das mit echten Messdaten läuft. Änderungen lassen sich daran durchspielen, bevor sie umgesetzt werden.

Mehr: Digitaler Zwilling →

E

EFRAG

Europäische Beratungsgruppe für Rechnungslegung. Entwickelt die Nachhaltigkeitsstandards ESRS und den freiwilligen VSME-Standard.

Eigenverbrauchsquote

Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der im eigenen Betrieb genutzt statt eingespeist wird. Ein Batteriespeicher erhöht ihn.

Mehr: Batteriespeicher für Gewerbe →
Emissionsfaktor

Umrechnungswert von einem Verbrauch, etwa einer Kilowattstunde Strom oder einem Liter Diesel, in CO₂-Äquivalente.

Energiemanagementsystem (EMS)

Messtechnik, Software und Steuerung, die Energieverbräuche sichtbar machen und Erzeuger, Speicher und Verbraucher steuern.

Mehr: Speichersysteme mit EMS →
ESG

Environmental, Social, Governance – Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Oberbegriff für Nachhaltigkeitskriterien, nach denen Banken, Kunden und Investoren Unternehmen bewerten.

Mehr: ESG & Nachhaltigkeit →
ESRS

European Sustainability Reporting Standards – die verbindlichen Berichtsstandards für Unternehmen unter der CSRD.

G

GEIG

Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz. Regelt Leitungen und Ladepunkte bei Neubau, Renovierung und für bestehende Nichtwohngebäude.

Mehr: GEIG: Ladepflichten →

H

Handelsvertretung

Selbstständige Vermittlung von Produkten im Auftrag eines Herstellers. Benetory arbeitet bei Ladeinfrastruktur und mobiler Solarenergie als Handelsvertretung ausgewählter Hersteller – und sagt das offen.

I

ISO 50001

Internationale Norm für Energiemanagementsysteme in Unternehmen. Beschreibt, wie Energieverbräuche systematisch erfasst und verbessert werden.

K

KI-Energiemanagement

Energiemanagement, bei dem künstliche Intelligenz Verbrauch, Erzeugung und Preise prognostiziert und Speicher und Anlagen vorausschauend steuert.

Mehr: KI im Energiemanagement →
KMU

Kleine und mittlere Unternehmen nach EU-Definition: weniger als 250 Beschäftigte und begrenzter Umsatz oder Bilanzsumme. Verbundene Unternehmen werden einbezogen.

L

Lastgang

Verlauf der bezogenen Leistung über die Zeit, bei Leistungsmessung in Viertelstundenwerten. Grundlage jeder Analyse von Lastspitzen.

Mehr: Lastspitzenkappung →
Lastmanagement

Steuerung, die die verfügbare Leistung auf mehrere Ladepunkte verteilt. Vermeidet Überlast und teuren Netzausbau.

Mehr: Lastmanagement erklärt →
Lastspitzenkappung (Peak Shaving)

Begrenzung der höchsten Netzbezugsleistung, meist mit einem Batteriespeicher oder durch das Verschieben von Verbrauchern. Senkt den Leistungspreis.

Mehr: Lastspitzenkappung erklärt →
Leistungspreis

Teil der Stromkosten bei Leistungsmessung, berechnet nach der höchsten Viertelstundenleistung im Abrechnungszeitraum.

Mehr: Lastspitzenkappung →
Leistungsspitze

Höchste in einem Zeitraum abgerufene Leistung. Bei Gewerbekunden bestimmt sie einen Teil der Stromkosten.

Leitungsinfrastruktur

Schutz- und Leerrohre für Elektrokabel, damit Ladepunkte später ohne großen Aufwand installiert werden können.

Mehr: GEIG: Ladepflichten →

M

Monitoring

Laufende Messung und Darstellung von Energieflüssen, etwa Solarertrag und Verbrauch. Grundlage für Nachweise und Optimierung.

P

Physikbasierte KI

Künstliche Intelligenz, die Messdaten mit physikalischen Modellen verbindet. Sie braucht weniger Daten als rein datengetriebene Verfahren und macht nachvollziehbar, wie ein Ergebnis zustande kommt.

Mehr: KI-Energiemanagement →

R

RLM (registrierende Leistungsmessung)

Zählerart für größere Verbraucher, die den Strombezug in Viertelstundenwerten erfasst. Voraussetzung für einen Leistungspreis.

S

Scope 1, 2 und 3

Die drei Bereiche einer CO₂-Bilanz: direkte Emissionen, eingekaufte Energie und die übrige Wertschöpfungskette.

Mehr: CO₂-Bilanz erklärt →
Steuerbare Verbrauchseinrichtung

Wallboxen, Wärmepumpen und Speicher ab einer bestimmten Leistung. Der Netzbetreiber darf sie in Ausnahmefällen drosseln, dafür sinken die Netzentgelte.

T

THG-Quote

Treibhausgasminderungsquote. Betreiber von Ladepunkten, insbesondere öffentlich zugänglichen, können damit zusätzliche Erlöse erzielen.

V

VSME

Freiwilliger Nachhaltigkeitsstandard für nicht börsennotierte KMU. Bündelt die Angaben, die Banken und Kunden typischerweise abfragen.

Mehr: VSME erklärt →

W

Wallbox

Wandladestation für Elektrofahrzeuge, meist für AC-Laden mit 11 oder 22 kW.